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Roland Böhi

Partner (Tax)

Finance Director

Position: Partner
Practice Areas: Corporate & M&A , Private Clients , Tax
Fachgebiete-Anzeige: Banking & Finance Team , Capital Markets Team , Corporate & M&A Team , Employment & Pensions Team , Insolvency & Restructuring Team , Private Clients Team , Real Estate & Construction Team , Tax Hauptkontakt

Roland Böhi ist Mitglied des Steuerteams. Er ist in sämtlichen Bereichen des Steuerrechts tätig und seine langjährige Expertise umfasst internationales Steuerrecht, M&A, Finanzierungen, Immobilien, nationales und internationales Unternehmenssteuerrecht (inklusive Transfer Pricing) sowie Steuerberatung für Private Clients (inklusive Family Offices). Roland Böhi berät eine grosse Anzahl von Firmenkunden aus verschiedenen Branchen wie auch Privatkunden, zudem ist er im Handels- und Gesellschaftsrecht spezialisiert.

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Anwaltszulassung

Zugelassen in der Schweiz (2003)

Fachgebiete

  • Tax
  • Private Clients
  • Corporate & M&A

Ausbildung

  • Universität Zürich (Dr. iur., 2014; lic. iur., 2001)
  • Dipl. Steuerexperte (Zürich, 2006)
  • Rechtsanwalt (Zürich, 2003)

Sprachen

  • Deutsch
  • Englisch
  • Französisch

Mitgliedschaften

  • International Bar Association
  • International Fiscal Association
  • Zürcher und Schweizerischer Anwaltsverband

Assistentin

Andrea Werner
+41 44 254 55 32
andrea.werner@prager-dreifuss.com

 

‘They are supporting the client across their business, legal, tax, HR and the people have a lot of experience and good backgrounds.’ – Legal 500 EMEA 2022

Publikationen

Thema: Private Clients, Tax
Autor: Roland Böhi, Urs Feller, Daniela Solinger
Zeitung: NZZ
Lesezeit: 4 Min

Das neue Trustrecht steht auf dem Prüfstand

Bei den steuerlichen Konsequenzen muss der Bund nachbessern.

Das geltende schweizerische Recht enthält noch keine eigenen Bestimmungen zum Trust. Wer in der Schweiz einen Trust errichten will, muss aktuell auf ausländische Rechtsordnungen zurückgreifen. Solche Trusts sind weit verbreitet und werden seit dem Inkrafttreten des Haager Trust-Übereinkommens im 2007 hier anerkannt.

Damit ein Umweg über fremde Rechtsordnungen künftig nicht mehr notwendig wird und um den Wirtschaftsstandort Schweiz zu stärken, hat das Parlament den Bundesrat beauftragt, die rechtlichen Grundlagen für einen Schweizer Trust zu schaffen. Am 12. Januar 2022 schickte der Bundesrat den Vorentwurf zur Einführung des Rechtsinstituts des Trusts in die Vernehmlassung. Die Frist zur Vernehmlassung ist am 30. April 2022 abgelaufen. Es liegen rund 475 Seiten Rückmeldungen von Interessengruppen vor, welche es nun zu konsolidieren gilt.

Was ist ein Trust?

Ähnlich wie die Stiftung dient der Trust der Widmung eines Vermögens zu einem besonderen Zweck. Hingegen verfügt der Trust über keine eigene Rechtspersönlichkeit. Abzugrenzen ist er auch von der schweizerischen Treuhand, denn es handelt sich beim Trust nicht um ein blosses Vertragsverhältnis. Der Trust ist äusserst flexibel und kann zahlreiche Funktionen erfüllen. Im familiären Bereich findet er häufig in der Nachlassplanung Verwendung, in der Wirtschaft beispielsweise zur Finanzierung von Investitionen und Transaktionen.

Entwickelt wurde dieses Instrument im angelsächsischen Rechtskreis. Der Begründer unterstellt auf Basis einer Errichtungsurkunde bestimmte Vermögenswerte der Aufsicht einer Person – des Trustees –, damit diese sie im Interesse der Begünstigten oder für einen bestimmten Zweck verwaltet und verwendet. Der Trust kann vom Begründer entweder durch ein Rechtsgeschäft oder testamentarisch errichtet werden.

Der im Vorentwurf vorgesehene Schweizer Trust weist die wesentlichen Charakteristika eines Trusts nach angelsächsischem Recht auf und stimmt mit dem Verständnis des Trusts gemäss Haager Trust-Übereinkommen überein. Vorgeschlagen wird eine Implementierung des Trusts im Obligationenrecht sowie eine entsprechende Anpassung bestimmter Bundesgesetze. Wesentlich ist die Pflicht des Trustees zur Identifikation und Überprüfung sämtlicher Akteure im Umfeld eines Trusts, darin eingeschlossen die wirtschaftlich Berechtigten. Damit wird die Pflicht der Schweiz bei der Bekämpfung der Geldwäscherei und der Terrorismusfinanzierung sowie im Bereich der Steuertransparenz umgesetzt.

Relevante Steuerbestimmungen

In der Schweiz erfolgt die Besteuerung von Trustverhältnissen zurzeit auf Basis der allgemeinen steuerlichen Grundsätze sowie gestützt auf zwei Kreisschreiben der Eidgenössischen Steuerverwaltung und der Schweizerischen Steuerkonferenz. Dieses Vorgehen hat sich in der Praxis bewährt. Nun soll eine Änderung in Bezug auf die Besteuerung des sogenannten "irrevocable discretionary trust" erfolgen.

Beim «irrevocable trust» handelt es sich um eine definitive, unwiderrufliche Widmung von Vermögenswerten durch den Begründer. Ist der Trust zusätzlich «discretionary», sind in der Errichtungsurkunde lediglich Kategorien von möglichen Begünstigten genannt. Das Trustvermögen befindet sich dann «in der Schwebe», und wer in den Genuss von Zuwendungen des «discretionary trusts» kommen soll, entscheidet der Trustee. Gegenwärtig resultieren Steuerfolgen in der Schweiz nur mit einer Ausschüttung an einen Begünstigten, der in der Schweiz steuerpflichtig ist, oder sofern der Begründer bei Errichtung seinen Wohnsitz in der Schweiz hat. Bis anhin verfügt der Trust somit für Schweizer Steuerzwecke über keine eigene Rechtspersönlichkeit, und ausländische Begründer oder Begünstigte sind hier nicht steuerpflichtig.

Der Vorschlag des Bundesrats möchte das grundlegend ändern. Neu soll für einen Begründer mit Wohnsitz im Ausland das Trusteinkommen und -vermögen beim «irrevocable discretionary trust» – analog zur Stiftung – dem Trust zugerechnet und dieser damit als selbständiges Steuersubjekt behandelt werden, sofern mindestens ein möglicher Begünstigter in der Schweiz steuerpflichtig ist. Mit einem Schweizer Trust mit steuerlichen Nachteilen gegenüber anderen Jurisdiktionen wäre niemandem gedient. Erst recht nicht dem Standort Schweiz, wo hier ansässige Trustees seit Jahrzehnten mit der Führung ausländischer Trusts die verschiedenen Dienstleistungen der Finanzindustrie ergänzen. Wird auf die Änderungen von Schweizer Steuergesetzen verzichtet, ginge kein Schweizer Steuersubstrat verloren und auch die Attraktivität des Trusts für den Wirtschaftsstandort Schweiz bliebe erhalten.

Schliesslich ist auch auf den Wertungswiderspruch hinzuweisen, der sich ergäbe, sollte ein Schweizer Trust eingeführt werden, ohne gleichzeitig die Restriktionen zulässiger Familienstiftungen massvoll anzupassen. Es wäre kaum erklärbar, wenn bei einer Familienstiftung weiterhin verboten bleiben würde, was ein Schweizer Trust umsetzen darf.

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Thema: Real Estate & Construction, Tax
Autor: Roland Böhi, Florian Büchler
Lesezeit: 2 Min

Steuerfolgen bei Umstrukturierungen von Vorsorgegeldern

1. Einleitung

Verschiedene bundesrechtliche Normen begünstigen das Sparen in der beruflichen Vorsorge. Dabei sollen nicht nur die einzahlenden Berufstätigen steuerlich begünstigt werden, sondern auch die Pensionskassen auf ihren Gewinnen keine Steuern bezahlen. Bisher waren die Steuerfolgen bei Umstrukturierungen von Pensionskassen mehrheitlich unklar. Viele Transaktionen mussten vorgängig mit den Steuerbehörden durch Rulings abgesichert werden. Nun hat das Bundesgericht mit einem kürzlich ergangenen Urteil in einem Teilgebiet für Klarheit gesorgt.

2. Grundstückgewinnsteuern bei Umstrukturierungen von Vorsorgegeldern (Urteil Bundesgericht 2C_380 vom 28. Februar 2022)

a. Sachverhalt

Die Pensionskasse A bezweckt die Durchführung der beruflichen Vorsorge. Die Zürich Anlagestiftung bezweckt die kollektive Anlage und Verwaltung von ausschliesslich der beruflichen Vorsorge dienenden Vermögen und steht ausschliesslich steuerbefreiten Einrichtungen der beruflichen Vorsorge mit Sitz in der Schweiz offen. Beide Beteiligten sind von der Gewinnsteuerpflicht befreit. Die Pensionskasse A übertrug mehrere Grundstücke an die Zürich Anlagestiftung und erhielt als Gegenleistung nennwertlose und unentziehbare Ansprüche aus der Anlagegruppe I (sog. "Immobilien-Asset-Swap"). In einfachen Worten gesagt, übertrug die Pensionskasse A ihre Immobilien in ein Gefäss, das weitere Immobilien enthielt und erhielt statt der Rendite auf den bisherigen Immobilien einen gewissen Prozentsatz der Rendite aller Vermögensanlagen aus diesem Gefäss. Mit der Transaktion wurde bisheriger Immobiliendirektbesitz in indirekte Immobilienanlagen umgewandelt. Der wirtschaftliche Zweck ist die effizientere Immobilienverwaltung sowie eine breitere Streuung der Risiken.

Mit Ausnahme des Steueramts der Stadt Zürich hatten sämtliche beteiligten Kantone in Rulings die Steuerneutralität dieser Transaktionen bestätigt. Das Steueramt der Stadt Zürich veranlagte hingegen Grundstückgewinnsteuern für die in Zürich liegenden Immobilien.

b. Erwägungen des Bundesgerichts

Gemäss dem schweizweit gültigen Steuerharmonisierungsgesetz dürfen die Kantone bei steuerneutralen Umstrukturierungen auch die Grundstückgewinne nicht besteuern (Steueraufschub). Bei Spaltungen ist stets erforderlich, dass ein oder mehrere Betriebe übertragen werden, wobei nach der Spaltung die involvierten juristischen Personen je einen Betrieb weiterführen. Werden Vermögenswerte ohne Angestellte übertragen, ist dieses sog. Betriebserfordernis regelmässig nicht erfüllt. Daher sind Umstrukturierungen von Immobilienvermögen steuerlich regelmässig mit Schwierigkeiten verbunden.

Das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge sieht vor, dass Mehrwerte aus der Veräusserung einer Liegenschaft durch eine Pensionskasse besteuert werden dürfen. Bei Fusionen und Aufteilungen von Vorsorgeeinrichtungen dürfen jedoch keine Gewinnsteuern anfallen. Das Bundesgericht setzte sich sodann mit der Frage auseinander, ob die vorliegende Transaktion eine gewinnsteuerpflichtige Veräusserung oder eine steuerneutrale Umstrukturierung darstellt. Es erachtete, dass der Umstrukturierungsbegriff nach dem Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge weiter zu verstehen sei, als derjenige im Steuerharmonisierungsgesetz. Das erstere Gesetz setze im Gegensatz zum letzteren kein Betriebserfordernis voraus. Daher dürften Pensionskassen steuerneutral Vermögen auf andere Pensionskassen abspalten können, sofern das übertragene Vermögen bei der übernehmenden Gesellschaft weiterhin der Vorsorge der in der betreffenden Einrichtung angeschlossenen Arbeitnehmern dient.

Vorliegend subsumierte das Bundesgericht die Übertragung der Immobilien gegen Ausgabe der Ansprüche aus der Anlagegruppe I als eine steuerneutrale Aufteilung. Die bei der Pensionskasse A angeschlossenen Arbeitnehmer würden nicht mehr direkt von der Rendite der betreffenden Immobilien profitieren, jedoch indirekt, da sie von den Renditen der anderen Anlagen in der Anlagegruppe I profitieren. Daher werde der Vorsorgezweck weitergeführt. Somit sei es dem Kanton Zürich nicht erlaubt, den Grundstückgewinn zu besteuern.

3. Handänderungssteuern bei Umstrukturierungen von Vorsorgegeldern

Im Allgemeinen erheben die meisten Kantone bei der Übertragung von Immobilien eine Handänderungssteuer. Das Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge hält fest, dass Pensionskassen bei Umstrukturierungen nur von der Gewinnsteuer befreit werden. Von Handänderungssteuern ist nicht die Rede. Das Bundesgericht entschied kürzlich in einem anderen Urteil betreffend den Kanton Freiburg, dass die Kantone die Handänderungssteuer bei Umstrukturierungen von vertraglichen Anlagefonds erheben dürften (Urteil Bundesgericht 2C_624/2021 vom 28. März 2022). Das höchste Gericht setzt hier auf einen formalistischen Ansatz, da die Handänderungssteuer bei der Änderung des tatsächlichen Grundbucheintrag ausgelöst werde, während es den wirtschaftlichen Gegebenheiten keine Rechnung trägt. Es erwähnte zudem explizit, dass es sich bei der Handänderungssteuer nicht um eine Gewinnsteuer, sondern um eine Rechtsverkehrssteuer handle.

Der eingangs erwähnte Sachverhalt ereignete sich im Kanton Zürich, welche keine Handänderungssteuer vorsieht. Hätte sich der Sachverhalt im Kanton Freiburg ereignet, hätten 3% Handänderungssteuer auf dem Wert der Liegenschaft gedroht. Ob diese Besteuerung tatsächlich mit der vom Bundesgesetzgeber gewünschten steuerlichen Begünstigung der beruflichen Vorsorge im Einklang steht, ist vehement zu bezweifeln.

4. Fazit

Das erwähnte Urteil zu den Grundstückgewinnsteuern bei Immobilien-Asset-Swaps ist zu begrüssen. Es sind jedoch noch nicht alle Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Umstrukturierungen von Pensionskassenvermögen beseitigt. Das erwähnte Urteil des Bundesgerichts zur Handänderungssteuer zeigt die Unsicherheiten exemplarisch auf und weist darauf hin, dass bei den Grundsteuern im Zusammenhang mit Umstrukturierungen im Alltag weiterhin Vorsicht geboten ist.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer
Zeitung: NZZ
Lesezeit: 2 Min

Umstrukturierungsrecht 2022

Das neue steuerliche Umstrukturierungsrecht ist nur ein Teilerfolg. Mit der längst fälligen Überarbeitung des Kreisschreibens zu Umstrukturierungen hat die Eidgenössische Steuerverwaltung zwar einige neue Regelungen im Sinne der Beratung und Industrie berücksichtigt, aber längst nicht alle Erwartungen erfüllt

Das bisherige Kreisschreiben 5 der Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) zum Thema Umstrukturierungen datiert aus dem Jahr 2004. Es wurde damals im Kontext des Erlasses des Bundesgesetzes über Fusion, Spaltung, Umwandlung und Vermögensübertragung vom 3. Oktober 2003 verfasst. Seither hat sich die Steuerwelt der Schweiz weiterentwickelt und ist komplexer, vielfältiger und auch internationaler geworden. Der Zahn der Zeit hat spürbar am Kreisschreiben 5 genagt. Wer allerdings eine komplette Erneuerung erwartete, sollte enttäuscht werden. Anstelle eines Rundumschlags wurde es punktuell angepasst. Es gibt nun sinnvolle Ergänzungen wie die teilweise steuerneutrale Umstrukturierung. Hingegen blieben einige Themen trotz seit jeher bestehender Kritik unbehandelt. Dazu gehört leider nach wie vor die Praxis zum Immobilienbetrieb.

Teils steuerneutrale Umstrukturierungen

Obschon das Kreisschreiben der ESTV zu Umstrukturierungen – neu Nr. 5a – inklusive der Anwendungsbeispiele über 150 Seiten umfasst, bezieht es sich bei der Gewinnsteuer für juristische Personen einzig auf Art. 61 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer sowie die analogen Bestimmungen der Kantone für ihre Staats- und Gemeindesteuern. Gesetzlich ist die Übertragung zum massgeblichen Gewinnsteuerwert als eine Grundvoraussetzung für die Steuerneutralität einer gruppeninternen Transaktion normiert. So bleiben die übertragenen stillen Reserven auch nach der Umstrukturierung mit dem übertragenen Vermögenswert verknüpft und dem Fiskus entgeht kein Steuersubstrat. Die Verrechnungssteuer sowie die Stempelabgaben folgen dabei den Anforderungen an die Steuerneutralität, wie sie für die direkte Bundessteuer verlangt werden.

Die Realisation von stillen Reserven führte schon immer zur Besteuerung und schliesst seit jeher eine steuerneutrale Transaktion aus. In welchem Umfang besteuert wird, sollte eigentlich nur vom tatsächlich realisierten Wert abhängen. Eine Besteuerung sämtlicher übertragenen stillen Reserven bis zum Verkehrswert ohne deren tatsächliche Realisierung darf steuersystematisch eigentlich nicht erfolgen. Weil das Gesetz dazu aber schweigt und das bisherige Kreisschreiben 5 sich der Thematik nicht annahm, überrascht es nicht, dass die kantonalen Steuerverwaltungen derartige Sachverhalte unterschiedlich beurteilten.

Erfreulich ist deshalb, dass die ESTV dem Anliegen aus der Beratung und Industrie für eine klare Regelung teilweiser steuerneutraler Umstrukturierungen folgte und im Kreisschreiben 5a festhält, dass nur im Umfang der tatsächlichen Realisierung besteuert wird, während die übrigen stillen Reserven von der Steuerneutralität profitieren. Diese explizite Regelung erlaubt es den Schweizer Unternehmen insbesondere aus betriebswirtschaftlicher Sicht, Transaktionen und Realisierungen flexibler zu planen. Denkbar ist zum Beispiel die Möglichkeit der Verwendung bestehender Verluste zufolge teilweiser Realisation, die Generierung von Abschreibungspotentialen oder auch das Schonen der Liquidität bei der übernehmenden Gesellschaft.

Immobilienbetrieb bleibt problematisch

Gleichfalls für die konzerninterne Übertragung von Immobilien gilt, dass eine Transaktion zum Gewinnsteuerwert erfolgen muss, um von der Steuerneutralität zu profitieren. So einfach dies tönt, so kompliziert wird die Umsetzung der Praxis der ESTV, wenn ein Unternehmen Immobilien steuerneutral abspalten will. Art. 61 des Bundesgesetzes u?ber die direkte Bundessteuer verlangt für die Spaltung, dass in der übertragenden wie auch der übernehmenden Gesellschaft je ein "Betrieb" verbleibt. Bereits im alten Kreisschreiben 5 knüpfte die ESTV klare Bedingungen an den Immobilienbetrieb. Nebst einem Marktauftritt und einer Vollzeitbeschäftigung sollten die Mieterträge mindestens das 20-fache des marktüblichen Personalaufwands für die Immobilienverwaltung erreichen.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung rechnet mit einem Lohn von 100 000 Franken für eine Vollzeitstelle, wodurch im Ergebnis ein Mietertrag von mindestens 2 Millionen Franken erzielt werden muss, um steuerlich als Immobilienbetrieb behandelt zu werden. Selbst wenn im derzeitigen Immobilienmarkt lukrative Renditen erzielt werden können, entsprechen Bruttorenditen von aktuell 5 Prozent eher der Realität. Somit muss ein Unternehmen ein Immobilienportfolio von mindestens 40 Millionen Franken oder höher vorweisen, um den Anforderungen der ESTV gerecht zu werden – die Messlatte liegt für die meisten KMU damit viel zu hoch.

Als Beispiel: Einem mittelgrossen Garagenbetrieb bleibt damit verwehrt, einen Teil der Immobilien steuerneutral zum Gewinnsteuerwert in eine neue Gesellschaft abzugeben, um diese losgelöst vom Garagenbetrieb für einen neuen Geschäftszweck unternehmerisch nutzen zu können. Die Notwendigkeit einer derart hohen Hürde für den Immobilienbetrieb und damit für eine steuerneutrale Spaltung ist nicht plausibel, da die stillen Reserven mit den abgesonderten Immobilien verhaftet bleiben und der Fiskus ohnehin kein Steuersubstrat verliert. Immerhin ist das Kreisschreiben 5a "lediglich" eine Verwaltungsanweisung und das Gesetz lässt genügend Spielraum für eine zweckmässigere Praxis.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer, Manuel Vogler
Lesezeit: 3 Min

Schweiz: Anpassung der Berechnung des Kapitalisierungssatzes zur Ermittlung des Ertragswerts per 1.1.2021

Per 1. Januar 2021 wurde in der Schweiz die Berechnung des Kapitalisierungssatzes zur Ermittlung des Ertragswerts angepasst. Welche Auswirkungen hat diese Anpassung auf die schweizerische Steuerlandschaft?"

Anpassung des Kapitalisierungssatzes und Präzisierung bei Startups

Vor dem Hintergrund des tiefen Zinsniveaus sowie der breit geäusserten Kritik an der sogenannten Praktikermethode als Bewertungsmethode zur Festlegung des Verkehrswerts von Beteiligungen an nicht kotierten Gesellschaften, hat die Schweizerische Steuerkonferenz (SSK) im November 2020 eine Anpassung des SSK Kreisschreibens Nr. 28 vom 28. August 2008 (SSK-KS 28) vorgenommen. Die Aktualisierung betrifft die Berechnung des Kapitalisierungszinssatzes zur Ermittlung des Ertragswerts sowie eine Präzisierung zur Praxis hinsichtlich der Bewertung von Startups. Welchen Einfluss haben diese bereits per 1.1.2021 in Kraft getretenen Anpassungen in der Praxis?

Anpassung Berechnung des Kapitalisierungssatzes

Allgemein

Im Rahmen der Vermögenssteuer bezweckt das SSK-KS 28 eine einheitliche Bewertung von Beteiligungen, die ausserbörslich gehandelt werden. Vorbehalten anderer Regelungen, erfolgt die Bewertung der sogenannten Praktikermethode, wonach der Verkehrswert einer Beteiligung (U) aus dem Durchschnitt des zweifach gewichteten Ertragswert (E) und des einfach gewichteten Substanzwerts (S) ermittelt wird (U=2xE+S/3). Der Ertragswert entspricht dabei dem durchschnittlichen Reingewinn der massgebenden Geschäftsjahre, der mit dem massgebenden Zinssatz zu kapitalisieren ist. Bisher setzte sich dieser Kapitalisierungszinssatz aus dem Zinssatz von risikolosen Anlagen und einer festen Risikoprämie zusammen und belief sich im Normalfall auf 7%.

Gestützt auf ein Gutachten der Universität Zürich hat die SSK neu festgelegt, dass für den risikolosen Zinssatz auf jenen Zinssatz abgestellt wird, zu welchem Anteilsinhaber Geld anlegen oder Kredite aufnehmen könnten. Die jährlich ermittelte Risikoprämie leitet sich neu aus der Risikoprämie von kotierten Unternehmen ab, unter Berücksichtigung des spezifischen Risikos von nicht kotierten Unternehmen sowie der Illiquidität. Grosso modo führt dies zu einer Erhöhung des Kapitalisierungssatzes von bisher 7% auf ca. 8.8 – 9.3%.

Beteiligung im Privatvermögen (Keine Mitarbeiterbeteiligung)

Aufgrund des höher ausfallenden Kapitalisierungssatzes seit 1.1.2021, werden die Ertragswerte zwangsläufig tiefer ausfallen, was sodann zu einem tieferen Verkehrswert der ausserbörslich gehandelten Beteiligungen führt. Diese Entwicklung ist begrüssenswert, zumal für Zwecke der Vermögenssteuer ein tieferer Verkehrswert resultiert und der Verkehrswert dem bestehenden Zinsumfeld angepasst wurde.

Im Privatvermögen gehaltene Mitarbeiterbeteiligungen

Geldwerte Vorteile aus Mitarbeiterbeteiligungen unterliegen den Einkommenssteuern (Art. 17 Abs. 1 DBG bzw. Art. 7 Abs. 1 StHG). Als geldwerter Vorteil gilt die positive Differenz zwischen Verkehrswert und tatsächlichem Ausgabepreis. Bei nicht börsenkotierten Mitarbeiterbeteiligungen wird der massgebliche Verkehrswert anhand einer Formel ermittelt, weshalb vom Formelwert gesprochen wird: Dieser Formelwert wird oft anhand der Praktikermethode nach Massgabe des SSK-KS 28 hergeleitet. Ab 1.1.2021 gilt für die Praktikermethode neu der angepasste Kapitalisierungssatz gemäss SSK-KS 28.

Bei Veräusserungen von Mitarbeiteraktien unterliegt ein allfälliger Übergewinn als geldwerter Vorteil den Einkommenssteuern. Dieser Übergewinn bezieht sich auf die Differenz zwischen dem Wert der Mitarbeiterbeteiligung im Veräusserungszeitpunkt gestützt auf die gleiche Formel wie zum Erwerbszeitpunkt und dem tatsächlichen Veräusserungspreis. Der Übergewinn kann dabei zufolge einer veränderten Bewertungsmethodik oder eines Wechsels vom Formel- zum Verkehrswertprinzip zustande kommen. Erfolgt die Veräusserung nach 5-jähriger Halterdauer, unterliegt der Übergewinn i.d.R. nicht mehr der Einkommenssteuer.

Anwendbarer Kapitalisierungssatz auf bestehende Mitarbeiterpläne?

Der Effekt der Erhöhung des Kapitalisierungssatzes ist ein tieferer Formelwert. Was für Vermögenssteuerzwecke positiv ist (nicht börsenkotierte Mitarbeiterbeteiligungen unterliegen zum Formelwert der Vermögenssteuer), ist aus Sicht der Einkommenssteuern ein zweischneidiges Schwert: Wurde in bestehenden Mitarbeiterplänen die Praktikermethode als massgebliche Formel angewendet, wird der Formelwert deshalb ab 1.1.2021 im Vergleich zum Formelwert im Zuteilungszeitpunkt tiefer liegen. Im Ergebnis führt dies zwangsläufig zu einer Erhöhung des steuerbaren Übergewinns und wirkt sich zu Ungunsten der Steuerpflichtigen aus. Für bereits vor dem 1.1.2021 ausgegebene Mitarbeiteraktien stellt sich deshalb die Frage, welcher Kapitalisierungssatz für deren künftige Veräusserungen innerhalb der fünfjährigen Haltedauer gilt.

Für die Anwendung des neuen Kapitalisierungssatzes im Veräusserungszeitpunkt spricht, dass eine neue Praxis nach höchstrichterlicher Rechtsprechung sofort und dem Gesetzmässigkeitsprinzip in allen hängigen Verfahren anzuwenden ist. Dem Grundsatz der Gesetzmässigkeit darf indes nicht unbesehen der Vorrang vor anderen Verfassungsgrundsätzen gewährt werden; wie bspw. dem Vertrauensschutz. Denn je grösser die zeitliche Distanz zwischen der Verwirklichung eines Sachverhalts und dessen Beurteilung durch die Steuerbehörde ist, desto stossender wirkt sich die sofortige Anwendung einer Praxisänderung auf alle noch nicht rechtskräftigen Veranlagungen aus.

Im SSK-KS 28 sieht hinsichtlich der Änderung der Berechnung des Kapitalisierungssatzes keine Übergangsregelung vorgesehen. Weiter ist ins Feld zu führen, dass der Formelwert für nicht börsenkotierte Mitarbeiterbeteiligungen den Verkehrswert nur (aber immerhin) annäherungsweise ermittelt. Gestützt auf das Gutachten der Universität Zürich kam die SSK zum Schluss, dass der angepassten Kapitalisierungssatz von 8.8 – 9.3% der Realität näher ist. Gesamthaft spricht dies eher für eine grundsätzliche Anwendung der neuen Praxis auf alle noch offenen Sachverhalte, für welche die Praktikermethode massgeblich ist, und wird nach unseren Beobachtungen in der Praxis den übrigen Grundsätzen vorangestellt.

Präzisierungen bei Startups

Bei Finanzierungsrunden von Startups hebt sich die Bewertung oft aufgrund von erhofften Wertentwicklungen von Bewertungen nach Massagabe der Praktikermethode ab, weshalb das SSK-KS 28 bereits früher vorsah, dass in begründeten Fällen vom Grundsatz der Vermögensbewertung nach Massgabe des bezahlten Drittpreises abgewichen werden kann. In der neusten Version des SSK-KS 28 wurde nunmehr explizit festgehalten, dass Investorenpreise während des Aufbauphase einer Gesellschaft unberücksichtigt bleiben, da bezüglich Startups hohe Bewertungsunsicherheiten bestehen. Investorenpreise sind daher gemäss SSK-KS 28 nur anwendbar, wenn sie nach Abschluss der Aufbauphase bezahlt werden. Diese Präzisierungen führen zu steuerlich attraktiveren Rahmenbedingungen für Startups sowie zu einer grösseren Rechtssicherheit, was sehr willkommen ist.

Fazit

Die Änderung der Berechnung des Kapitalisierungszinssatzes zur Ermittlung des Ertragswerts gemäss SSK-KS 28 ist aus Sicht von im Privatvermögen gehaltenen, ausserbörslichen Beteiligungen begrüssenswert, da die Vermögenssteuerbelastung tiefer ausfallen wird. Hingegen ergeben sich bei der Ermittlung der Einkommenssteuerfolgen von im Privatvermögen gehaltenen Mitarbeiterbeteiligungen bei deren Veräusserung innerhalb der fünfjährigen Haltedauer etwaige Unklarheiten; insbesondere welcher Kapitalisierungssatz für massgeblich ist. Gemäss unserem Verständnis wird die neue Praxis (und damit der tiefere Kapitalisierungssatz) im Grundsatz auf alle offenen Sachverhalte und für alle damit einhergehenden Steuerarten gleichermassen angewendet. Bei Unklarheiten empfehlen wir, die zuständige Steuerbehörde zur Klärung anzufragen.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer, Manuel Vogler
Lesezeit: 3 Min

Die Aktienrechtsrevision und deren Auswirkungen auf das Steuerrecht

Was lange währt wird endlich gut? Gemäss diesem Credo haben die eidgenössischen Räte am 19. Juni 2020 - nach mehr als zwölf Jahren seit Publikation der ersten Botschaft - die Aktienrechtsrevision verabschiedet. Das Inkrafttreten ist frühestens per 1. Januar 2022 vorgesehen. Welche Auswirkungen hat die Aktienrechtsrevision indes auf die schweizerische Steuerlandschaft?

Was lange währt wird endlich gut? Gemäss diesem Credo haben die eidgenössischen Räte am 19. Juni 2020 - nach mehr als zwölf Jahren seit Publikation der ersten Botschaft - die Aktienrechtsrevision verabschiedet. Das Inkrafttreten ist frühestens per 1. Januar 2022 vorgesehen. Welche Auswirkungen hat die Aktienrechtsrevision indes auf die schweizerische Steuerlandschaft?

Umfang der Revision

Im Zentrum der Aktienrechtsrevision stehen wichtige Flexibilisierungen im Bereich des Kapitals, die Mitwirkungs- und Kontrollrechte der Aktionäre, die aktienrechtliche Verantwortlichkeit sowie die Neuregelung des Sanierungsrechts. Aus steuerlicher Sicht werden in diesem Beitrag die Änderungen hinsichtlich des Kapitals beleuchtet. Insbesondere werden nachfolgend die steuerlichen Auswirkungen in Bezug auf die Einführung des Aktienkapitals in Fremdwährung sowie des neuen Instruments des sogenannten "Kapitalbands" beschrieben.

Aktienkapital in Fremdwährung

Allgemein

Schon unter geltendem Recht kann die Rechnungslegung in einer für die Geschäftstätigkeit des Unternehmens wesentlichen Währung erfolgen (Art. 958d Abs. 3 OR). Dies gilt bis anhin jedoch nicht für das Aktienkapital. Neu darf dieses ebenfalls in einer für die Geschäftstätigkeit wesentlichen Währung lauten (Art. 621 Abs. 2 nOR), womit sich auch die kapitalbezogenen Aspekte wie Dividenden, Reserven und Überschuldung nach der betreffenden Fremdwährung beurteilen. Als zulässige Währungen für die Zeichnung des Kapitals sind Schweizer Franken, Britische Pfund, Euro, US-Dollar oder Yen vorgesehen. Es gilt jedoch das "alles oder nichts"-Prinzip, denn ein Währungsmix beim Aktienkapital ist nicht zulässig.

Auswirkungen im Unternehmenssteuerrecht

Im Hinblick auf das Gewinnsteuerrecht halten 80 Abs. 1bis nDBG bzw. Art. 31 Abs. 3bis nStHG neu fest, dass der steuerbare Reingewinn mit dem massgebenden durchschnittlichen Devisenkurs in Schweizer Franken umzurechnen ist, sofern der Geschäftsabschluss auf eine ausländische Währung lautet. Bei unterjähriger Steuerpflicht ist der durchschnittliche Kurs der Dauer der unterjährigen Steuerperiode ausschlaggebend. Betreffend die Kapitalsteuer wird gemäss Art. 31 Abs. 5 nStHG auch eine Umrechnung des steuerbaren Eigenkapitals notwendig, wobei diesbezüglich der Devisenkurs per Ende der Steuerperiode beizuziehen ist. Faktisch kann die steuerliche Gewinnermittlung in Zukunft somit grundsätzlich in Fremdwährung erfolgen. In diesem Kontext entfallen künftig sodann die Umrechnungsdifferenzen zwischen funktionaler Währung und Schweizer Franken, da derartige bilanziellen Umrechnungsdifferenzen nicht mehr entstehen können. Die Steuererhebung und der Steuerbezug werden indes nach wie vor in Schweizer Franken vorgenommen. Auch hierbei ist der Devisenkurs per Ende der Steuerperiode heranzuziehen.

Die Einführung des Aktienkapitals in Fremdwährung wird vor allem für Unternehmen interessant sein, welche hauptsächlich in Märkten tätig sind, in welchen eine der anerkannten Währungen massgeblich ist.

Das neue Instrument des Kapitalbands

Allgemein

Die Einführung des Kapitalbands bezweckt, die Flexibilisierung der Kapitalvorschriften der Kapitalgesellschaften zu erhöhen. Aus diesem Grund kann die Generalversammlung inskünftig den Verwaltungsrat statutarisch dazu ermächtigen, je nach Notwendigkeit das Aktienkapital um bis zu 50 % zu erhöhen oder zu reduzieren. Das Kapitalband soll längstens für eine Dauer von fünf Jahren gelten. Nach Ablauf dieser Dauer müsste erneut mittels Änderung der Statuten die Grundlage für ein weiteres Kapitalband geschaffen werden.

Mit dem Kapitalband kann die Generalversammlung den Gestaltungsspielraum und die Flexibilität des Verwaltungsrats bei der Eigenkapitalfinanzierung nach Bedarf erheblich erweitern.

Einkommenssteuerfolgen für die privaten Aktionäre?

Aus Sicht der Einkommenssteuer ist vorgesehen, dass Kapitaleinlagen im Rahmen eines Kapitalbands nur dann als Kapitaleinlagereserven qualifizieren, wenn sie die Rückzahlung allfälliger freier Reserven im Rahmen des Kapitalbands übersteigen (Art. 20 Abs. 4 nDBG bzw. Art. 7b Abs. 2 nStHG). Die Einschätzung, ob neue oder zusätzliche Kapitaleinlagereserven vorliegen, erfolgt somit erst bei Beendigung des Kapitalbands nach fünf Jahren. Falls sodann die Kapitaleinlagen die Ausschüttungen übersteigen, können steuerliche, der Verrechnungssteuer unterliegende Reserven aus Kapitaleinlagen gebildet und mit Wirkung für die Einkommens- und Verrechnungssteuer durch die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) bestätigt werden. Der Gesetzgeber hat diese Anpassung vorgenommen, um zu verhindern, dass börsenkotierte Gesellschaften faktisch unbeschränkt Kapitaleinlagereserven für in der Schweiz wohnhafte natürliche Personen, die Anteile im Privatvermögen halten, bilden (unter Rückgriff auf die zweite Handelslinie bei der SIX). Für natürliche Personen, die Aktien an nicht-börsenkotierten Aktiengesellschaften halten, hat diese Gesetzesänderung indes im Falle einer Kapitalreduktion negative Steuerfolgen. Da die ESTV erst am Ende des Kapitalbands neue Kapitaleinlagereserven bestätigt, fehlt es im Zeitpunkt der Kapitalreduktion gegebenenfalls an bestätigten Kapitaleinlagereserven, weshalb sich für die betroffenen Aktionäre Einkommenssteuerfolgen nicht verhindern lassen. In der praktischen Umsetzung wird sich zeigen, ob diese Problematik allenfalls verhindert werden kann (zum Beispiel durch den Rückkauf eigener Aktien). Ansonsten verkommt das zweiseitige Kapitalband für privat gehaltene Aktiengesellschaften zur Makulatur.

Emissionsabgabe

Die geplanten Änderungen des Stempelabgabegesetzes sehen vor, dass die Emissionsabgabe auf Beteiligungsrechten, die im Rahmen eines Kapitalbands ausgegeben werden, erst am Ende des Kapitalbands fällig wird und nicht bereits bei jeder einzelnen Kapitalerhöhung. Zudem soll die Emissionsabgabe einzig auf dem Nettozuwachs des Eigenkapitals erhoben werden. In der Konsequenz fällt keine Emissionsabgabe an, falls die Kapitalzuflüsse die Rückzahlungen innerhalb desselben Kapitalbands nicht übersteigen.

Fazit

Im Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der Aktienrechtrevision treten augenscheinlich steuerliche Änderungen auf, die teilweise (noch) zu Unklarheiten und Unregelmässigkeiten führen. Entscheidend wird sein, wie die Praxis auf diese Herausforderungen reagiert, denn es ist noch längst nicht das letzte Wort gesprochen. 

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer
Zeitung: NZZ
Lesezeit: 5 Min

Die Pandemie im Licht des Steuerrechts

Sind die im Zusammenhang mit Covid-19 ergriffenen finanziellen Massnahmen für KMU steuerlich Fluch oder Segen? So oder so: Es gibt verschiedene Rettungsanker." Von Dr. Roland Böhi und Lukas Scherer in NZZ vom 12. März 2021

Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Nicole Fröhlich
Zeitung: PD Newsletter
Lesezeit: 3 Min

Steuerliche Ansässigkeit von juristischen Personen – nicht immer eindeutig

Wo sich das Hauptsteuerdomizil einer juristischen Person befindet, ist weder im nationalen noch internationalen Steuerrecht immer eindeutig. Aufgrund der unterschiedlichen Steuerbelastungen kann das aber eine wesentliche Frage sein.

Juristische Personen sind in der Schweiz aufgrund persönlicher Zugehörigkeit in demjenigen Kanton unbeschränkt steuerpflichtig, in dem sich ihr Sitz oder ihre tatsächliche Verwaltung befindet (Hauptsteuerdomizil). Diese alternative Anknüpfung kann dazu führen, dass sowohl im interkantonalen als auch im internationalen Verhältnis unklar ist, wo sich das Hauptsteuerdomizil einer Gesellschaft befindet – eine angesichts der unterschiedlichen Steuerbelastungen unter Umständen wesentliche Frage.


I. Unbeschränktes Besteuerungsrecht

1. Grundsatz

Sowohl im interkantonalen als auch im internationalen Steuerrecht der Schweiz unterliegt eine juristische Person der unbeschränkten Schweizer bzw. kantonalen Steuerpflicht, wenn sich ihr Sitz oder ihre tatsächliche Verwaltung bzw. Geschäftsleitung in der Schweiz befindet (persönliche Zugehörigkeit).
 

a) Interkantonales Steuerrecht

Befinden sich der Sitz und die tatsächliche Verwaltung einer juristischen Person in unterschiedlichen Kantonen und beanspruchen deswegen mehrere Kantone die Steuerhoheit wegen persönlicher Zugehörigkeit der juristischen Person, ist der Konflikt nach den Grundsätzen des interkantonalen Doppelbesteuerungsverbots zu lösen. Im Entscheid 2C_627/2017 vom 1. Februar 2019 hat das Bundesgericht erstmals festgehalten, dass das Hauptsteuerdomizil einer juristischen Person und damit auch die unbeschränkte Steuerhoheit in diesen Fällen immer und ausschliesslich am Ort der tatsächlichen Verwaltung liegt.
 

 

b) Internationales Steuerrecht

Im internationalen Steuerrecht ist ein Ansässigkeitskonflikt nach den Regeln des anwendbaren Doppelbesteuerungsabkommens zu lösen. In den Doppelbesteuerungsabkommen der Schweiz ist in aller Regel der Ort der tatsächlichen Geschäftsleitung massgebend, wenn beide Staaten die Ansässigkeit der steuerpflichtigen juristischen Person für sich beanspruchen.

2. Ort der tatsächlichen Verwaltung nach interkantonalem Recht

Nach der Rechtsprechung befindet sich der Ort der tatsächlichen Verwaltung dort, wo die Gesellschaft ihren wirtschaftlichen und tatsächlichen Mittelpunkt hat. Massgebend ist somit die Führung der laufenden Geschäfte im Rahmen des Gesellschaftszwecks. Bei mehreren Orten ist der Schwerpunkt der Geschäftsführung massgebend. Zur Geschäftsführung gehören insbesondere die leitenden Handlungen. Abzugrenzen ist die Geschäftsleitung von der bloss administrativen Verwaltung einerseits und der Tätigkeit der obersten Gesellschaftsorgane andererseits, soweit sie sich auf die Ausübung der Kontrolle über die eigentliche Geschäftsleitung und gewisse Grundsatzentscheide beschränkt. Nur nebensächlich sind grundsätzlich der Ort der Verwaltungsratssitzungen, der Generalversammlungen oder der Wohnsitz der Aktionäre. Indessen kann der Wohnsitz des Trägers der wirklichen Leitung einer Gesellschaft durchaus eine Rolle spielen, wenn sich die Geschäftsführung bei einer Person konzentriert, die ihre Tätigkeiten an verschiedenen Orten wahrnimmt, ohne dass die Gesellschaft über feste Einrichtungen und eigenes Personal verfügt. Bei solchen Konstellationen ist Vorsicht geboten, auch wenn der Wohnsitz der die Gesellschaftsleitung innehabenden Person nur dann massgebend sein sollte, wenn sich kein anderer Arbeitsort nachweisen lässt, an welchem regelmässig die notwendigen Arbeiten vorgenommen werden.

3. Beweislastverteilung

Aus dem allgemeinen Grundsatz, dass steuerbegründende Tatsachen von der Steuerbehörde zu beweisen sind, welche die Steuerhoheit beansprucht, ergibt sich, dass die Steuerbehörde die Umstände darzulegen und zu beweisen hat, dass die Anknüpfungspunkte für die unbeschränkte Steuerpflicht einer Person im Kanton erfüllt sind.
In Bezug auf das Hauptsteuerdomizil einer juristischen Person gilt der Sitz in der Regel aufgrund des Handelsregistereintrages als bewiesen. Der Kanton, welcher die unbeschränkte Steuerhoheit aufgrund der tatsächlichen Verwaltung geltend machen will, hat die Umstände darzulegen, aus welchen sich ergibt, dass der ausserkantonale Sitz einer juristischen Person nur formeller Natur ist und die tatsächliche Verwaltung im betreffenden Kanton besorgt wird.

4. Beschränktes Besteuerungsrecht

Gelingt es einem Kanton nicht darzulegen, dass die tatsächliche Verwaltung einer juristischen Person in seinem Hoheitsgebiet liegt, besteht immer noch die Möglichkeit, einen Steueranspruch aufgrund wirtschaftlicher Zugehörigkeit geltend zu machen.
Ein beschränktes Besteuerungsrecht wird u.a. angenommen, wenn keine persönliche Zugehörigkeit vorliegt, jedoch eine wirtschaftliche, namentlich aufgrund einer Betriebsstätte oder eines Geschäftsbetriebs.
Je nach Bedeutung der Betriebsstättefaktoren kann dies dazu führen, dass das sekundäre Steuerdomizil mit beschränktem Besteuerungsanspruch den überwiegenden Teil des Gewinns und Kapitals einer juristischen Person besteuern kann.

II. Verfahrensrechtliche Hinweise

Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann bei Beschwerden wegen interkantonaler Doppelbesteuerung auch eine allenfalls bereits rechtskräftige Veranlagung eines anderen Kantons für dieselbe Steuerperiode mitangefochten werden, obwohl es sich dabei nicht um ein letztinstanzliches Urteil handelt. Der Instanzenzug muss nur in einem Kanton durchlaufen werden.
Der Steuerpflichtige sollte jedoch darauf achten, dass er sein Beschwerderecht bzw. das Recht zur Anfechtung einer rechtskräftigen kantonalen Veranlagung nicht verwirkt. Unterwirft sich ein Steuerpflichtiger in Kenntnis des kollidierenden Steueranspruches des anderen Kantons vorbehaltlos einer Veranlagung, verwirkt er sein Beschwerderecht. Von einer vorbehaltlosen Anerkennung ist insbesondere dann auszugehen, wenn die Steuererklärung vorbehaltlos abgegeben wird, die geforderten Steuerbeträge vorbehaltlos bezahlt werden oder das Ergreifen einer Einsprache oder weiterer Rechtsmittel unterlassen wird.
Weiter kann das Beschwerderecht verwirken, wenn sich der Steuerpflichtige treuwidrig verhält, wenn er beispielsweise vom kollidierenden Anspruch eines Betriebsstättekantons weiss und in der Steuererklärung des Sitzkantons dennoch keinen Hinweis auf die Existenz einer Betriebsstätte im anderen Kanton anbringt. In der Konsequenz kann dies zu einer effektiven Doppelbesteuerung führen.

III. Fazit

Es ist zu erwarten, dass die kantonalen Steuerverwaltungen angesichts des verschärften Kampfes um Steuersubstrat (tiefere Einnahmen aufgrund der STAF-Umsetzung sowie der Corona-Krise) künftig vermehrt, rascher und hartnäckiger ihre beschränkte oder unbeschränkte Besteuerungskompetenz annehmen werden.
Verfügt Ihre Gesellschaft an ihrem Sitz über wenig Substanz, empfiehlt es sich daher, vorausschauend zu analysieren und dokumentieren, wo die tatsächliche Leitung der Gesellschaft erfolgt.
Wenn Sie Fragen im Zusammenhang mit Ihrem steuerlichen Wohnsitz oder Sitz haben, berät Sie unser Tax Team gerne jederzeit.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer
Lesezeit: 3 Min

Schweizweite Vereinheit­lichung der Praxis zu Mitarbeiter­beteiligungen

Die Praxis zur steuerlichen Behandlung von Mitarbeiterbeteiligungen erfährt per 1. Januar 2021 drei wesentliche Änderungen. Sind diese ohne Weiteres auch auf bereits bestehende Mitarbeiterbeteiligungspläne anwendbar?

Die Praxis zur steuerlichen Behandlung von Mitarbeiterbeteiligungen erfährt per 1. Januar 2021 die drei nachfolgenden wesentlichen Änderungen. Das Praxisupdate erfolgte gestützt auf die Motion 17.3261 der Nationalratskommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-N) "Wettbewerbsfähige steuerliche Behandlung von Start-ups inklusive von deren Mitarbeiterbeteiligungen".

1. Mangels echtem Verkehrswert muss die Unternehmensbewertung mit einer tauglichen und anerkannten Methode erfolgen und der (steuerlich relevante) Verkehrswert kann analog der Bewertung für Vermögenssteuerzwecke bestimmt werden

Für nicht-börsenkotierte Unternehmen, die einen Mitarbeiterbeteiligungsplan implementieren, gilt ab 1. Januar 2021, dass die Bestimmung des Unternehmenswerts künftig ohne Weiteres anhand der Praktikermethode ((2x Ertragswert + 1x Substanzwert) geteilt durch drei) erfolgt. Für Unternehmen, welche die Qualifikation von Startups erfüllen, können je nach Kanton auch andere Bewertungsansätze von Relevanz sein. Unabhängig von dieser Praxisanpassung können Unternehmen nach wie vor eine Bewertung anhand einer eigenen Methode vornehmen (beispielsweise EBITDA-Multiple), vorausgesetzt, dass (i) die Formel das Geschäftsmodell plausibel widerspiegelt, (ii) sie nachvollziehbar ist und (iii) von den zuständigen kantonalen Steuerbehörden vorgängig als "tauglich und anerkannt" akzeptiert wird. Im Normalfall wird die Anwendbarkeit einer eigenen Bewertungsmethode mittels Steuerruling gesichert.

2. Schweizweite Möglichkeit eines steuerfreien Kapitalgewinns nach 5-jähriger Haltedauer

Vorab ein "Dämpfer" für Zürcher Arbeitnehmer und Unternehmen: Für diese ändert sich nichts. Was bislang nur für den Kanton Zürich galt, findet ab dem 1. Januar 2021 schweizweit Anwendung. Nach Ablauf einer 5-jährigen Haltedauer wird ein allfälliger Übergewinn (Differenz zwischen dem Wert anhand gleicher Formel wie im Zuteilungszeitpunkt und dem Verkaufspreis) nicht mehr besteuert. So qualifiziert die gesamte Differenz zwischen dem Wert im Zuteilungszeitpunkt und dem Verkaufspreis als steuerfreier Kapitalgewinn, vorbehalten die Besteuerung von Sperrfristverletzungen in den Jahren n6-n10.

Die erläuterte Steuerfreiheit des Kapitalgewinns gilt im Grundsatz nur für Veräusserungen an Dritte. Kantonale Unterschiede ausgeblendet, bleibt für Verkäufe an das Unternehmen oder dessen Aktionäre die 5-jährige Haltedauer irrelevant und ein allfälliger Übergewinn unterliegt in den fraglichen Kantonen der Einkommenssteuer und den Sozialabgaben.

Auf neue Mitarbeiterbeteiligungspläne findet die Praxisanpassung zweifelsohne schweizweit Anwendung. Ideal wäre, wenn schweizweit gleiches für bereits bestehende Mitarbeiterbeteiligungspläne gälte. Dem ist leider – dem Föderalismus sei Dank – nicht so. Je nach Kanton bestehen unterschiedliche Auffassungen, in welcher Form die Haltedauer auf bestehende Mitarbeiterbeteiligungen gültig sein soll. Betroffene Unternehmen kommen nicht um den Gang zur zuständigen kantonalen Steuerbehörde, um diese Unklarheit zu lösen.

3. Aktien die zu Drittkonditionen erworben oder während der Gründung gezeichnet werden, qualifizieren nicht als Mitarbeiterbeteiligungen

Erwerben Arbeitnehmer ihre Aktien am Unternehmen zu den gleichen Konditionen, die für Drittinvestoren gelten, qualifizieren ihre Anteile nicht als Mitarbeiterbeteiligungen. Gleiches gilt für Aktien, welche von Anteilsinhabern (sogenannte "Gründeraktionäre") im Rahmen der Gründung der Gesellschaft erworben werden. Künftige bei Veräusserungen erzielte Kapitalgewinne sind deshalb vollumfänglich steuerfrei; unabhängig davon, ob der Verkauf an Dritte, an das Unternehmen oder an Aktionäre erfolgt. Zu Drittkonditionen bedeutet jedoch, dass bei Zuteilung kein Diskont infolge Sperrfrist gewährt wird.

Zu beachten sind dadurch allerdings anderweitige Angriffspunkte des Fiskus gegen den steuerfreien Kapitalgewinn, wie die Qualifikation der Anteile als Geschäftsvermögen, oder die Qualifikation des Arbeitnehmers respektive des Gründeraktionärs als gewerbsmässiger Wertschriftenhändler.

So begrüssenswert die Praxisänderungen sind, so unklar sind die Auswirkungen auf bestehende Mitarbeiterbeteiligungen, weil es an klaren Übergangsregelungen mangelt. Für betroffene Arbeitnehmer und Arbeitgeber lohnt sich eine schnellstmögliche Überprüfung und das Einschalten ihres Steuerberaters.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer
Zeitung: NZZ

Wie profitieren Firmen von der Steuerreform?

Roland Böhi und Lukas Scherer beleuchten in der NZZ-Ausgabe vom 5. Oktober 2020 die seit Januar 2020 geltenden STAF-Massnahmen der Patentbox und des Überabzugs für Forschungs- und Entwicklungsaufwand zur steuerlichen Innnovationsförderung. Die Autoren zeigen auf, dass es sich nicht nur für grosse Unternehmen lohnen kann. Selbst für KMU und Startups ergeben sich dadurch attraktive Optionen zur Steuerersparnis, auch im Bereich Software.

Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Nicole Fröhlich
Zeitung: PD Newsletter

Der steuerliche Wohnsitz

Die Bestimmung des steuerlichen Wohnsitzes im interkantonalen Verhältnis kann bei mehreren Anknüpfungspunkten umstritten sein. Die Publikation beleuchtet einige häufige Konstellationen.

Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer, Manuel Vogler
Zeitung: PD Tax Newsletter

eSports und Steuern

eSports – das wettbewerbsmässige Spielen von Computer- und Videospielen erfreut sich in der Schweiz einer wachsenden Beliebtheit. Bislang ist dieses Phänomen in der schweizerischen Steuerlandschaft.

Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer, Manuel Vogler

Die Umsetzung der Patentbox

Covid-19 und die damit verbundenen Steuerfragen waren in den letzten Monaten in der Schweizer Steuerlandschaft omnipräsent. Das Inkrafttreten der STAF und die damit verbundenen Massnahmen rückten vielerorts zwangsläufig in den Hintergrund. Nichtsdestotrotz könnten Unternehmen seit dem 1. Januar dieses Jahres verschiedene Massnahmen beanspruchen. Eine solche Massnahme ist die Patentbox. Höchste Zeit, sich wieder detailliert damit auseinander zusetzen.

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Thema: Covid 19
Autor: Roland Böhi, Nicole Fröhlich, Lukas Scherer, Manuel Vogler, Laura Bartesaghi
Zeitung: PD Tax Newsletter

Steuerfolgen des Coronavirus für Arbeitnehmer und Unternehmen

Die Corona Pandemie stellt uns Alle vor neue und unbekannte Herausforderungen. Um einen kleinen Beitrag zur Bewältigung der momentanen Notlage zu leisten, beschreibt das Tax Team steuerliche Auswirkungen des Coronavirus für Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber und fasst die neusten steuerlichen Hilfs-Massnahmen von Bund und Kantonen zufolge Coronavirus zusammen.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi
Zeitung: NZZ

Eine Reorganisation ohne Steuerfolgen ist möglich

Unser Steuerpartner Roland Böhi erläutert im eben erschienen NZZ-Artikel, wie ein Unternehmer seinen Betrieb mit Immobilien umstrukturieren kann, damit beim anschliessenden Verkauf des Betriebs die Steuerfolgen minimiert werden und ihm das Immobilienportfolio weiterhin als Kapitalanlage zu Verfügung steht.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer, Manuel Vogler
Zeitung: PD Tax Newsletter

Der Zusatzabzug für Forschungs- und Entwicklungsaufwand

Der Zusatzabzug für Forschungs- und Entwicklungsaufwand ist eine attraktive Steuermassnahme, welche nicht nur für Unternehmen vorteilhaft ist, sondern auch den Forschungsstandort Schweiz fördern wird. In unserem Beitrag gehen wir auf die wesentlichen Eckpunkte dieser Steuermassnahme ein

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer

The abolishment of holding company status: Measures to mitigate the tax burden

The Federal Act on Tax Reform and AHV Financing (TRAF) abolished cantonal tax privileges for holding, domicile and mixed companies. Roland Böhi and Lukas Scherer of Prager Dreifuss analyse the impact of the reform and assess the transitional measures set up to alleviate an additional tax burden.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Nicole Fröhlich
Zeitung: PD Newsletter

Der steuerfreie Kapitalgewinn ist unter Druck - eine Bestandsaufnahme

Der private Kapitalgewinn ist in der Schweiz grundsätzlich nicht steuerbar. Dieses Prinzip erfährt jedoch sowohl auf gesetzlicher Ebene als auch in der Verwaltungs- und Gerichtspraxis immer mehr Einschränkungen, die es zu beachten gilt.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Nicole Fröhlich
Zeitung: PD Tax Newsletter

Steuerliche Verlustumlage bei Immobiliengesellschaften - eine höchstrichterliche Klarstellung

In Spezialsteuerdomizilen erlittene steuerliche Verluste einer Immobiliengesellschaft sind in erster Linie vom Hauptsteuerdomizil zu übernehmen. Nur wenn der Gesamtverlust höher ist als der Gewinn am Hauptsteuerdomizil, ist der überschiessende Teil quotal auf die Gewinne der anderen Kantone umzulegen. Dies hat das Bundesgericht so entschieden.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Lukas Scherer, Manuel Vogler
Zeitung: PD Tax Newsletter

Schweiz und USA unterzeichnen ihr revidiertes Doppelbesteuerungsabkommen

Die Schweiz und die USA haben am 20. September 2019 das Änderungsprotokoll ihres Doppelbesteuerungsabkommens ratifiziert. Das Inkrafttreten des Protokolls soll einen Meilenstein in den steuerlichen Beziehungen zwischen den beiden Ländern darstellen und ermöglicht nun den vollen Informationsaustausch zwischen der Schweiz und den USA.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Peter Hongler (Walder Wyss AG)
Zeitung: IFA 2019 London Congress, Cahiers

Tax Newsletter September 2019 - IFA Länderbericht 2019: Analyse der Schweizer Zinsabzugsbeschränkungen unter dem Aspekt von BEPS Aktionspunkt 4

Die Autoren besprechen im Rahmen des IFA-Kongresses 2019 in London den BEPS Aktionspunkt 4 (Zinsabzugsfähigkeit) und dessen Umsetzung in der Schweiz. Regelungen zu Zinsabzugsbeschränkungen, wie sie im BEPS Aktionspunkt 4 oder in der ATAD der Europäischen Union enthalten sind, wurden in der Schweiz nicht ausführlich besprochen. Dennoch kennt die Schweiz seit über 20 Jahren Regelungen zum verdeckten Eigenkapital und hat somit einen eigenen Ansatz zur Bekämpfung der Gewinnverschiebung ausgearbeitet. Derzeit ist nicht damit zu rechnen, dass der Schweizer Gesetzgeber beabsichtigt die bestehenden Regelungen zu ersetzen.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Manuel Vogler
Zeitung: IFLR

Tax Sommer Update: Reform der Unternehmenssteuer und erforderliche Schritte, um davon zu profitieren

Das schweizerische Stimmvolk hat kürzlich die lang ersehnte Unternehmenssteuerreform (STAF) angenommen. Das Tax Team von Prager Dreifuss beschreibt in der aktuellen IFLR-Publikation die diversen Massnahmen dieser Steuerreform und welche Hürden diese noch nehmen muss, um auch auf kantonaler Ebene umgesetzt zu werden.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Manuel Vogler, Danielle Wenger
Zeitung: PD Newsletter

Neue Rechtsprechung zur solidarischen Haftung von Organen

Das Tax Team bespricht einen Entscheid des Bundesgerichts, in welchem es die solidarische Mithaftung von Verwaltungsräten für Steuerschulden bei einer faktischen Liquidation bejaht hat und zeigt auf, welche Auswirkungen dies hat.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Nicole Fröhlich, Danielle Wenger
Zeitung: PD Tax Newsletter

Tax Newsletter April 2019: Umsetzung des multilateralen Übereinkommens (MLI) in der Schweiz

Als Massnahme zur Umsetzung des BEPS-Projekts hat die OECD ein multilaterales Übereinkommen entwickelt zur effizienten Anpassung einer grossen Anzahl bilateraler Steuerabkommen. Die Schweiz hat dieses BEPS-Übereinkommen unterzeichnet und es wurde vom Parlament am 22. März 2019 genehmigt.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi
Zeitung: NZZ

Nachfolge und Steuern mögen sich nicht

Rechtzeitig die Weichen stellen für die Nachfolgeregelung im Unternehmen

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger
Zeitung: PD Newsletter

Internationale Fremdmittelaufnahme durch Schweizer Firmen wird erleichtert

Die internationale Fremdmittelaufnahme durch Schweizer Firmen wird im Zuge einer Praxisklarstellung der Eidgenössischen Steuerverwaltung vereinfacht.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Manuel Vogler, Danielle Wenger
Zeitung: PD Newsletter

Tax Newsletter / Januar 2019: Neue und altbekannte Steuerfallen bei der Unternehmensnachfolge

Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Manuel Vogler, Danielle Wenger
Zeitung: PD Tax Newsletter

Tax Newsletter Dezember 2018: Besteuerung von Blockchain und Kryptowährung

Das Tax Team bespricht die Besteuerung eines Initial Coin Offerings anhand eines Fallbeispieles.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Manuel Vogler, Danielle Wenger
Zeitung: PD Tax Newsletter

Tax Newsletter November 2018: Revised Swiss corporate tax reform

Revised Swiss corporate tax reform will keep Switzerland a top corporate location – a brief overview.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Nicole Fröhlich, Danielle Wenger
Zeitung: PD Tax Newsletter

Tax Newsletter März 2018: Radio- und Fernsehgebühren für Unternehmen ab 2019

Ab dem 1.1.2019 sind in der Schweiz mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen zur Entrichtung einer geräteunabhängigen Radio- und TV-Abgabe verpflichtet. Die Abgabe ist abhängig vom Umsatz und beträgt bis zu CHF 35’590.

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Thema: Tax
Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger, Stefan A. Wandel
Zeitung: PD Newsletter

Tax Newsletter Februar 2018: Die Reform des US-Steuersystems aus schweizerischer Perspektive

Prager Dreifuss nimmt die internationalen Schnittstellen der jüngsten US-Steuerreform unter die Lupe und analysiert die wichtigsten anstehenden Herausforderungen für Privatpersonen sowie multinationale Unternehmen in der Schweiz.

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Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger, Stefan A. Wandel
Zeitung: PD Tax Newsletter

Tax Newsletter Dezember 2017: Besteuerung von Initial Coin Offerings in der Schweiz

Prager Dreifuss analysiert die anwendbaren Besteuerungsmodelle für Initial Coin Offerings, um Ihnen einen besseren Überblick in Bezug auf das aktuelle Spektrum der fiskalischen Bewertung in der Schweiz zu geben.

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Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger, Laura Richenberger
Zeitung: PD Newsletter

Tax Newsletter November 2017: Country-by-Country Reporting für multinationale Gesellschaften und Automatischer Informationsaustausch von Finanzdaten ab 1.1.2018

Ab dem 1.1.2018 sind multinationale Gruppen dazu verpflichtet, länderbezogene Berichte zu erstellen. Weiter unterliegen gewisse Finanzdaten ab dem 1.1.2018 dem automatischen Informationsaustausch.

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Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger, Laura Richenberger
Zeitung: PD Newsletter

Newsletter Oktober 2017: Neuigkeiten auf den 1.1.2018 in der Schweizer Mehrwertsteuerpraxis

Mehrwertsteuerrevision: Die Schweiz weitet die MWST-Pflicht für ausländische Unternehmen und E-Commerce-Anbieter aus. Zudem sinkt der MWST-Satz um 0.3%.

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Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger
Zeitung: PD Newsletter

Newsletter Mai 2017: Pauschalbesteuerung für vermögende Ausländer

Ausländer mit Wohnsitz in der Schweiz können die Pauschalbesteuerung beantragen insofern sie in der Schweiz keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Diese Art der Besteuerung basiert auf den Lebenshaltungskosten des Steuerpflichtigen anstatt auf Einkommen und Vermögen und bietet attraktive Steuerplanungsmöglichkeiten.

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Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger
Zeitung: PD Newsletter

Newsletter April 2017: Spontaner Informationsaustausch von Tax Rulings ab 1.1.2018

Die Schweiz setzt den Action Point 5 des BEPS-Projekts um, indem ab 2018 gewisse Inhalte von Tax Rulings neu mittels spontanem Informationsaustausch mit Partnerstaaten ausgetauscht werden.

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Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger
Zeitung: PD Newsletter

Newsletter März 2017: Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz-Liechtenstein seit 1.1.2017 in Kraft

Erstmaliges Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Liechtenstein erleichtert die grenzüberschreitenden Geschäftstätigkeiten in steuerlicher Hinsicht.

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Autor: Roland Böhi, Danielle Wenger
Zeitung: PD Tax Newsletter

Newsletter - Februar 2017: 30-tägige Meldefrist auf konzerninterne Dividenden entschärft - Rückforderungsansprüche auf bezahlte Verrechnungssteuer bzw. Verzugszinsen zu prüfen

30-tägige Meldefrist auf konzerninterne Dividenden entschärft - Rückforderungsansprüche auf bezahlte Verrechnungssteuer bzw. Verzugszinsen zu prüfen

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Autor: Roland Böhi, Anna Eldring
Zeitung: Expert Focus

Fusion: Sanierungsfusion mit Minderheitsbeteiligten

Dr. Roland Böhi erklärt die Steuerfolgen bei Sanierungsfusionen von Schwestergesellschaften, wenn an der sanierungsbedürftigen Gesellschaft  neue Minderheitsaktionäre beteiligt werden.

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Autor: Roland Böhi
Zeitung: IFF Forum für Steuerrecht

Unterkapitalisierung oder verdecktes Eigenkapital?

Dr. Roland Böhi analysiert in diesem Artikel im Forum für Steuerrecht die schweizerischen gesetzlichen Grundlagen bezüglich Unterkapitalisierung. Unter Bezugnahme eines aktuellen Bundesgerichtsentscheids stellt er die Inkonsistenz zwischen Gesetz und Steuerpraxis dar, die aus der gesetzlichen Pflicht zur wirtschaftlichen Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdkapital herrührt. Anhand der Best Practice der OECD/G20 im Rahmen von BEPS Action 4 zeigt er auf, ob und wie eine sogenannte Zinsschranke eine steuerpolitische Option für die Schweiz sein könnte.

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Autor: Roland Böhi
Zeitung: Der Schweizer Treuhänder

Indirekte Entreicherung im Konzern

Der Beitrag von Dr. Roland Böhi beleuchtet, welche Risiken von einer verdeckten Gewinnausschüttung einer Tochtergesellschaft an ihre Grossmuttergesellschaft oder an Nahestehende ausgehen, sofern eine indirekte Entreicherung im Konzern erfolgt. Der Fokus des Beitrages liegt auf den möglichen Auswirkungen für die Beteiligten aus Schweizer Steuersicht.

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Autor: Roland Böhi
Zeitung: Der Schweizer Treuhänder

Mitarbeiterbeteiligungen - Qualifikation des Entgelts bei Veräusserung von Aktien

In der Praxis stellt sich häufig eine Abgrenzungsproblematik zwischen steuerfreien privaten Kapitalgewinnen zu steuerbaren Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit bei Veräusserung von im Privatvermögen gehaltenen Mitarbeiterbeteiligungen. Dr. Roland Böhi stellt die allgemeinen Grundlagen von Mitarbeiterbeteiligungen dar und geht ferner spezifisch auf die steuerliche Problematik ein.

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Autor: Roland Böhi
Zeitung: Steuerrevue

Fusionsgewinn und -verlust: Handels- und steuerrechtliche Fragestellungen im Überblick Teil 1

In der Steuerrevue zeigt Dr. Roland Böhi auf, wie Fusionsgewinne und -verluste bei einer Tochterabsorption, einer Mutterabsorption und bei einer Schwesterabsorption in der Konzernpraxis gehandhabt werden. Er geht dabei sowohl auf buchhalterische, handelsrechtliche wie auch auf steuerrechtliche Aspekte ein.

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Autor: Roland Böhi
Zeitung: Steuerrevue

Fusionsgewinn und -verlust: Handels- und steuerrechtliche Fragestellungen im Überblick Teil 2

In der Steuerrevue zeigt Dr. Roland Böhi auf, wie Fusionsgewinne und -verluste bei einer Tochterabsorption, einer Mutterabsorption und bei einer Schwesterabsorption in der Konzernpraxis gehandhabt werden. Er geht dabei sowohl auf buchhalterische, handelsrechtliche wie auch auf steuerrechtliche Aspekte ein

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Autor: Roland Böhi
Zeitung: Der Schweizer Treuhänder

Aktualisierte Übersicht zur Ermittlung des verdeckten Eigenkapitals

Die Unterscheidung zwischen Eigen- und Fremdkapital ist bei der Wahl der Aussenfinanzierung aus steuerlicher Sicht noch immer relevant. Die seit 1995 gesetzlich geregelte Umqualifikation von Fremd- zu Eigenkapital ist in der verwaltungstechnischen Umsetzung anspruchsvoll. In diesem Aufsatz zeigt Dr. Roland Böhi auf, wie verdecktes Eigenkapital sachgerecht ermittelt werden kann.

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